Mit der Strassenraumgestaltung soll der Zweiteilung von Arnegg entgegengewirkt werden. Ausserdem soll der Knoten bei der Einfahrt Weideggstrasse gelöst werden.  z.V.g.
1/1 Mit der Strassenraumgestaltung soll der Zweiteilung von Arnegg entgegengewirkt werden. Ausserdem soll der Knoten bei der Einfahrt Weideggstrasse gelöst werden. z.V.g.
12.11.2019 04:30

Arneggs Ortsbild aufwerten

Die Stadt möchte die anstehende Sanierung der Bischofszellerstrasse in Arnegg nutzen, um das Ortsbild aufzuwerten. Die «Zweiteilung» des Dorfbildes soll durch verschiedene Massnahmen entschärft werden.

Arnegg «Die stark befahrene Bischofszellerstrasse schafft eine gravierende Zäsur im Ortsbild und teilt Arnegg in zwei Hälften. Dieser Zweiteilung wollen wir mit dem vorliegenden Projekt entgegenwirken», erklärt Stadträtin Gaby Krapf, Departementsvorsteherin Bau. Man müsse den Strassenraum von Fassade zu Fassade betrachten, um das Ortsbild aufzuwerten. Das Projekt sieht auf der Bischofszellerstrasse einen Mehrzweckstreifen wie auf der St.Gallerstrasse in Gossau vor, der das Linksabbiegen ohne Rückstau ermöglicht. Dazu sind Fussgängerstreifen mit Mittelinseln vorgesehen. Auch sollen verschiedene Beläge, beispielsweise mit Pflästerung, den Raum aufwerten. «Mit einer anderen Art der Bepflanzung kann die Zweiteilung ebenfalls entschärft werden. Aktuell sind sämtliche Bäume paralell zur Fahrbahn gesetzt, was die Zäsur noch verschärft», erklärt Krapf. Nun sei vorgesehen, die Plätze rund um die Strasse miteinzubeziehen.

In den letzten zwei Wochen habe man mit den rund zehn am stärksten von den Plänen betroffenen Grundeigentümern Lösungsmöglichkeiten diskutiert. «Diese sehen es positiv, dass gestalterisch etwas gemacht wird, äusserten aber schon auch Bedenken, gerade wenn beispielsweise bestehende Parkplätze aufgehoben werden müssten, um mehr Verkehrssicherheit oder eine bessere Fussgängerdurchlässigkeit zu erreichen», so die Stadträtin weiter. Das Ziel sei, jetzt in der Entwurfphase des Projekts zu einvernehmlichen Lösungen zu kommen, damit nach der Auflage des Projekts zügig vorwärts gemacht werden könne. «Wir haben einiges an Arbeit vor uns, aber wir wollen mit den Direktbetroffenen einen Weg finden», so Krapf. Gerade wenn die verschiedenen Bauprojekte im Westen der Strasse realisiert würden, werde sich die Zäsur im Ortsbild sonst noch weiter verschärfen.

Unbestritten sei, dass der Belag der Bischofszellerstrasse saniert werden müsse. «Dieser ist in einem miserablen Zustand, es hat mehrere Schlaglöcher», hat die Stadträtin festgestellt. Da es sich um eine Kantonsstrasse handelt, ist der Kanton für die Sanierung verantwortlich. Es bestehe aber eine Zusammenarbeit und die Stadt habe fürs Projekt jenen Ingenieur gewählt, der auch für die Fahrbahn zuständig ist, erzählt Krapf. Der Einlenker aus Andwil müsse im Projekt ebenfalls überdacht werden. «Dieser Knoten muss gelöst werden, damit auf der Weideggstrasse nicht jedes Mal Rückstau entsteht, wenn ein Automobilist links abbiegen möchte», so die Stadträtin, die davon ausgeht, dass das Projekt im nächsten Frühling dem Stadtrat und dem Parlament vorgelegt werden kann. ⋌tb