Vor genau zehn Jahren erhielt die Stiftsbibliothek St.Gallen eine Replik des „St.Galler Globus“. z.V.g.
1/1 Vor genau zehn Jahren erhielt die Stiftsbibliothek St.Gallen eine Replik des „St.Galler Globus“. z.V.g.
12.11.2019 07:05

Podium zum Streit um den «St.Galler Globus»

In der Akademie am Friedberg wird am nächsten Dienstag, 12. November (19.30 Uhr), in einer Podiumsdiskussion der Kulturgüterstreit zwischen St.Gallen und Zürich aus der Sicht von vier involvierten Personen nachgezeichnet.

Mensa Friedberg Ein Kulturgüterstreit zwischen St.Gallen und Zürich löste zwischen 1995 und 2006 viele Emotionen aus. Jahrelang hatte man gestritten und um eine Lösung gerungen. Als repräsentatives Objekt war der grosse St.Galler Erd- und Himmelsglobus von 1570/75 das Aushängeschild des Konflikts, der seit dem Toggenburgerkrieg (1712‒1718) schwelte. Vor genau zehn Jahren erhielt die Stiftsbibliothek St.Gallen in einer feierlichen Zeremonie eine Replik dieses aussergewöhnlichen Prunkstücks «St.Galler Globus». Dank Vermittlung durch den Bund schaffte man den Durchbruch. In den Konflikt verwickelt und vor allem an dessen Lösung beteiligt waren auch mehrere ehemalige Studenten des Gymnasiums Friedberg in Gossau. Sie halfen massgeblich mit, den Streit einem guten und einvernehmlichen Ende zuzuführen. Warum erst jetzt? Wie lief dieser Kulturgüterstreit ab? Wer war daran beteiligt und welche Interessen wurden damit verfolgt? Antworten darauf geben nach einer Einführung von Karl Schmuki in einer Podiumsdiskussion die vier involvierten ehemaligen Friedbergler aus ihrer Warte: Beat Husi (Kanton Zürich; Staatsschreiber), Luzius Mader (Vermittler aus dem Bundesamt für Justiz), Marco Ronzani (Mediator), Karl Schmuki (Stiftsbibliothek St.Gallen). Der Eintritt ist frei, es wird eine Kollekte erhoben. ⋌pd