Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.  Fotos: rk
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Elsy Signer (blaues Hemd) freut sich über das anhaltende Interesse am Kerzenziehen.
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14.11.2019 07:20

Ein Erfolgsrezept mit viel Wachs

Seit über 30 Jahren organisiert Elsy Signer die «Cherze-Chochi», in der jung und alt jeweils in der Vorweihnachtszeit ihre eigenen Kerzen ziehen können. Nach diesem Jahr gibt sie die Organisation an Manuela Lechthaler ab, die bereits seit vielen Jahren jeweils die zweistündigen Kerzenziehkurse betreut. Dass das beliebte Angebot weiterbestehen kann ist beiden ein grosses Anliegen.

Cherze-Chochi «Die Sonntage gehen weg, wie warme Semmeln», freut sich Elsy Signer. Bis zum Sonntag, 15. Dezember sind aber noch Daten frei, an denen Interessierte ihre eigenen Kerzen ziehen können. Jeweils zwei Stunden werden benötigt. «Die Zeit vergeht meist wie im Flug. Dennoch ist es eine schöne Möglichkeit, etwas zu entschleunigen und hat schon fast etwas Therapeutisches», schmunzelt Signer. Ungefähr vier Kerzen machen die meisten während des Kurses. Um die 300 Kilogram Wachs werden jährlich in der «Cherze-Chochi» verarbeitet. Diesen Wachs hat bisher immer Signer organisiert. Auf nächstes Jahr gibt sie die Leitung nun an Manuela Lechthaler ab. Sie ist keine Unbekannte in der «Cherze-Chochi». Seit 22 Jahren leitet sie wie auch Elsy Signer Kurse im Schützenhaus wo die vorweihnachtliche Aktivität jeweils stattfindet. «Nun gebe ich die Verantwortung gerne an Manuela weiter. Mir werden die Telefonate am Cherze-Chochi Telefon, über welches man jeweils reservieren konnte, jedoch schon etwas fehlen», sagt Signer. Sie selbst werde weiterhin Kurse leiten. Die Grundtaxe für 2 Stunden beträgt acht Franken je Person. Pro 100 Gramm, die eine Kerze wiegt, kommen weitere 4 Franken für den Wachs hinzu. «Wir werden auch künftig so weitermachen mit unseren Kerzenziehkursen. Manuela Lechthaler, Sandra Heeb, Ruth Löhrer, Tamara Kolb und ich freuen uns jeweils auf unsere grosse Stammkundschaft und auch viele neue Gesichter», erzählt die langjährige Organisatorin. Die Kerzen, die jeweils die «Cherze-Chochi» verlassen, sehen ganz unterschiedlich aus. Hoch im Kurs sind jeweils Namens- und Fan-Kerzen. «Früher gab es viele blau-rot-weisse Kerzen für SC Herisau Fans. Heute sind eher Fussballmannschaften angesagt», weiss Signer. Die Kerzen werden meist als Weihnachtsgeschenke weitergegeben: «Obwohl sie, vor allem die Kinder, meist gar nicht mehr hergeben wollen». Die Gründe, wieso die Menschen die «Cherze-Chochi» schätzen, sind unterschiedlich. «Wir machten jedes Jahr so etwas. Letztes Jahr waren es Adventskränze, dieses Jahr Kerzen. Es ist cool, weil man Zeit mit der Familie verbringt und etwas nicht alltägliches macht», erklärt eine Familie, von der einige Mitglieder zum ersten Mal in der Cherze-Chochi sind.

Von Ramona Koller