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20.11.2019 00:00

Wien 2020 - Capital of Music

Wien und die Musik – das gehört zusammen. 2020 liegt der Fokus auf jenen Künstlern und Institutionen, die Wien zur Welthauptstadt der Musik machen. Begonnen hat es vor langem, etwa mit Ludwig van Beethoven, dessen 250. Geburtstag im 2020 gefeiert wird.

Heute wie vor 250 Jahren ist Wien die tonangebende Musikstadt. In Wien hören jeden Abend 10.000 Musikbegeisterte klassische Musik live in Staatsoper, Musikverein, Konzerthaus, Volksoper und zahlreichen weiteren Musikinstitutionen. Nicht zuletzt wegen dieses kompetenten und begeisterungsfähigen Publikums zieht Wien KünstlerInnen aus aller Welt an. Wie einst Ludwig van Beethoven haben sie Wien zu ihrem Arbeits- und Lebensmittelpunkt erkoren.

Ludwig van Beethoven (1770-1827)

Der «Welthau» kam im Alter von 22 Jahren nach Wien. Das Musikgenie, dessen 250. Geburtstag im nächsten Jahr gefeiert wird, fand in Wien seinen Schaffensort sowie den Uraufführungsort der meisten seiner Werke. Das reiche musikalische Erbe der Wiener Klassik lebt in der «Welthauptstadt der Musik» mit ungebrochener Vitalität und Vielfalt weiter. Ludwig van Beethoven war eine radikale Urgewalt, als Mensch und Künstler. Ein Visionär, der alles Bisherige hinterfragte und neu erfand – und damit Impulse für die Musik, aber auch für Wien, setzte. Diese Impulse wirken bis heute nach. Wien war 35 Jahre lang Beethovens Lebens-, Schaffens- und Inspirationsort. An mehr als 40 Wohnstätten soll Ludwig van Beethoven in Wien gelebt haben. Im Beethoven-Jahr 2020 erklingt seine revolutionäre Musik noch öfter als sonst in Konzerten, etwa im Musikverein und im Wiener Konzerthaus. Die Wiener Staatsoper und das Theater an der Wien zeigen Beethovens einzige Oper «Fidelio». Sonderausstellungen, etwa in der Österreichischen Nationalbibliothek, im Kunsthistorischen Museum Wien und im Leopold Museum, geben Einblick in die vielen Facetten seiner Persönlichkeit und in die unglaubliche Genialität seiner Werke. Die Spuren des Komponisten sind vielfältig: Originale Beethoven-Wohnstätten, wie etwa das heute genützte Beethoven-Museum, Orte seiner Triumphe und Verzweiflung, Denkmäler, Klimts Beethovenfries in der Secession bis hin zum Ehrengrab am Zentralfriedhof. Wiens Klangmuseum, das Haus der Musik, stellt Beethoven interaktiv vor.

Ausbildung und Instrumentenbau

Wer eine musikalische Top-Ausbildung verfolgt, versucht die Aufnahme an einer der Wiener Musik-Universitäten, etwa an der berühmten mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst. Aktuell belegt die mdw zusammen mit der Juilliard School im QS-University-Ranking 2019 den ersten Platz. Das Studienangebot der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (rund 860 Studierende aus aller Welt) umfasst mehr als 30 Bachelor- und Masterstudiengänge, Universitäts- und Vorbereitungslehrgänge. Im Instrumentenbau steht Wien an der Weltspitze: Die Klaviermanufaktur Bösendorfer «entlässt» pro Jahr 300 handgefertigte Instrumente mit dem einzigartigen Klang in die Welt. Rund 110 Instrumentenbauer gibt es heute in der Stadt. So auch die bekannte Geigenbauerin Bärbel Bellinghausen, die im Jahr 5 bis 6 Violinen handgebaut, ihren Besitzern übergibt und die eine lebenslange Verbindung eingehen.

Grosse Häuser

In Sachen renommierter Musik-Institutionen ist Wien konkurrenzlos, das beste Beispiel dafür sind die Wiener Opern- und Konzerthäuser. Die Wiener Staatsoper gilt als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt und vor allem als das Haus mit dem grössten Repertoire. An rund 300 Abenden im Jahr bietet diese Musikinstitution Produktionen auf höchstem Niveau mit herausragenden KünstlerInnen. Die Volksoper ist Wiens zweitgrösstes Opernhaus und bietet vielfältige Bühnenkunst, von der Oper über die Operette bis zu Musicals, Ballett und zeitgenössischen Tanz. 1898 wurde das Haus zunächst als reine Sprechbühne eröffnet, 1903 wurden auch Opern und Singspiele in den Spielplan aufgenommen. Bei ausgewählten Operetten und Musicals bringen heute englische Übertitel nicht-deutschsprachigen BesucherInnen die Handlung der Stücke näher. Das Theater an der Wien ist nicht irgendein Theater, sondern das Haus, das Emanuel Schikaneder, vielseitiges Genie, Schauspieler, Organisationstalent und vor allem Librettist der «Zauberflöte», 1801 im Geiste Mozarts erbauen liess.

Wiens klassisches Konzertleben wird von zwei grossen Häusern dominiert: Musikverein und Konzerthaus. Den Musikverein, der 2020 sein 150-Jahre-Jubiläum feiert, kennen Musikfreunde aus aller Welt als eines der traditionsreichsten Konzerthäuser, in dem KünstlerInnen allerersten Ranges gastieren. Architektonisches Glanzstück des Hauses ist der Grosse (Goldene) Musikvereinssaal, der als einer der schönsten und akustisch besten Säle der Welt gilt. Dort zelebrieren die Wiener Philharmoniker alljährlich ihr Neujahrskonzert.

Das Wiener Konzerthaus wurde 1913 eröffnet und ist die Hauptspielstätte der Wiener Symphoniker, des Wiener Kammerorchesters und des Klangforums Wien. Seit 1913 hat auch die Wiener Singakademie im Konzerthaus ihre permanente Heimstätte. In Eigenveranstaltungen der Wiener Konzerthausgesellschaft sind neben den Wiener Philharmonikern auch andere internationale Orchester, Solisten und Kammermusik-Ensembles regelmässig zu Gast.

Orchester und InterpretInnen

Unverzichtbarer Bestandteil des klassischen Musiklebens in Wien sind die 1842 gegründeten Wiener Philharmoniker und die Wiener Symphoniker, die im Jahre 1900 gegründet wurde und im 2020 ihr 120-Jahre-Jubiläum feiern. Sie gehören mit ihren 128 Mitgliedern zu den produktivsten Orchestern der Stadt und bestreiten die meisten Konzerte und Opernaufführungen im Jahr. Die Anfänge der Wiener Sängerknaben liegen im Jahr 1498, als Kaiser Maximilian I. den Grundstein für die Wiener Hofmusikkapelle legte. Die rund 100 Wiener Sängerknaben sind zwischen 10 und 14 Jahren alt und in vier Konzertchören organisiert. Sie geben jährlich rund 300 Konzerte weltweit vor fast einer halben Million Zuschauern. Das Orchester Wiener Akademie ist ein Originalklangorchester und hat sich auf die lebendige und virtuose Aufbereitung historischer Musik spezialisiert. Unter dem Titel «Resound Beethoven» veröffentlicht das Orchester bis 2020 eine Gesamtaufnahme aller Symphonien und Klavierkonzerte Ludwig van Beethovens auf historischen Instrumenten. 2020, wenn die Welt ihren Scheinwerfer auf die Beethoven-Stadt Wien lenkt, beweist sich erneut: Wiens musikalisches Erbe ist lebendige Weltkultur, die Welthauptstadt der Musik prägt das globale Musikgeschehen. ⋌pd

Weitere Infos unter:

musik2020.wien.info

www.wien.info