Das Gewerbliche Berufs- und Weiterbildungszentrum St.Gallen  (GBS) soll für 111 Millionen saniert und erweitert werden.
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1/1 Das Gewerbliche Berufs- und Weiterbildungszentrum St.Gallen (GBS) soll für 111 Millionen saniert und erweitert werden. we
06.11.2019 07:30

GBS-Sanierung und Erweiterung wichtig für die engere Region rund um St.Gallen

Etwas im Schatten des zweiten Wahlgangs für den Ständerat liegt die  kantonal-st.gallische Abstimmung ebenfalls am 17. November zu vier Bereichen: Gesamterneuerung des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrum St.Gallen, Campus Wattwil, Vereinbarung Ost – Ostschweizer Fachhochschule und Nachtrag Krankenversicherungsgesetz. Für die engere Region ist namentlich die Vorlage zur Gesamterneuerung des GBS von Bedeutung.

Kreditantrag Die Höhe des zu genehmigenden Kredits von 111 Millionen Franken mag zunächst erstaunen. Doch das Zentrum soll nicht nur saniert, sondern um einen Trakt erweitert werden. Der Erweiterungsbau ist zwischen dem nördlichen Trakt und der Sporthalle geplant. Mit diesem Bau sollen die beiden weiteren Standorte in St.Gallen, an der Zürcherstrasse und der Grütlistrasse, in den optimal gelegenen Hauptstandort integriert werden. So spart der Kanton 800‘000 Franken Mietkosten pro Jahr.

Sicher hat der Kantonsrat die Vorlage eingehend geprüft. Er begrüsst die Bauvorlage einhellig, zumal es offensichtlich keine preisgünstigere Lösung gibt. Nach bald 45 Jahren ist das Gebäude an der St.Galler Demutstrasse veraltet. Brand- und Erdbebenschutz sind mangelhaft. Die Räume genügen den Bedürfnissen eines modernen Schulbetriebs nicht mehr. Neben den klassischen Unterrichtsräumen sollen mit der Sanierung Gruppenräume und Lernzonen entstehen.

Die Bedeutung der Vorlage für St.Gallen ist auch darauf zurückzuführen, dass im Gebäude häufig öffentliche Anlässe stattfinden. Ohne GBS wäre der Mangel an Räumlichkeiten noch wesentlich grösser. Im Blick auf den neuen Campus der der Universität beim Platztor ist es ebenfalls wichtig, bessere Unterrichtsräume auch für Lehrlinge und Berufsleute zu schaffen. Es geht hier auch um die Förderung der Lehre und der Weiterbildung. Alle Schulen müssen zeitgemässe Strukturen aufweisen.

Die Erneuerung soll in drei Bau- und Umzugsetappen erfolgen. So bleibt der Schulbetrieb während der Bauarbeiten ohne Unterbruch gewährleistet. Der Baubeginn ist nach der Durchführung eines Architekturwettbewerbs 2024 vorgesehen. Voraussichtlich 2030 soll die Gesamterneuerung abgeschlossen sein. ⋌we