Ab Dezember ist das Monopoly "Sanggalä" im Handel erhältlich. z.V.g.
1/2 Ab Dezember ist das Monopoly "Sanggalä" im Handel erhältlich. z.V.g.
André Tschumper, Geschäftsführer Unique Gaming. z.V.g.
2/2 André Tschumper, Geschäftsführer Unique Gaming. z.V.g.
13.11.2019 08:00

Busse für Bratwurst mit Senf

Nächsten Monat ist es soweit: Das Monopoly «Sanggalä» kommt auf den Markt. Nach den Städten Bern, Luzern und Basel ist die St.Galler Version des Spiels die vierte des Herausgebers Unique Gaming Partners AG, die im Dialekt erscheint.

Unterhaltung Nach der Kantonsversion folgt nun also die Stadtversion – Am 2. Dezember kommt das Monopoly «Sanggalä» in den Handel. Dem Geschäftsführer des Herstellers Unique Gaming Partners AG aus dem liechtensteinischen Triesen war die Stadt-St.Galler-Version des Brettspiels gar ein persönliches Anliegen: «Ich bin selber Bürger des Kantons St.Gallen und mir persönlich liegt natürlich viel an einem St.Galler Monopoly», sagt André Tschumper. Nachdem die Stadt in der Kantonsversion ein wenig zu kurz gekommen sei, freue man sich nun ganz besonders, St.Gallen mit einem einzigartigen Monopoly zu ehren.

Pfalzkeller, Drei Weieren oder Vadian?

Das Spezielle an «Sanggalä» verrät bereits der Titel: Alles im Spiel (ausser den Spielregeln) wurde in den St.Galler Dialekt übersetzt. «Wir konnten einen waschechten St.Galler Profi für das Projekt begeistern und haben alles von ihm übersetzen lassen», so Tschumper. Das sei nicht immer eine einfache Aufgabe gewesen. «Mit der Zeit haben sich viele Ausdrücke im Dialekt verändert. Es kann also vorkommen, dass nicht jeder alle Wörter genau gleich ausspricht und auch in der Schreibweise bestehen sicherlich Unterschiede.» Alles in allem sei es aber einfach eine witzige Sache, ein Spiel für einmal im Dialekt zu spielen.

Bis zum Release des Spiels, das im Manor und im Zollibolli erhältlich sein wird, verrät Tschumper noch keine Details zu Spielinhalten. «Aber ich kann schon mal garantieren, dass der Stiftsbezirk irgendwie vorkommt», sagt er mit einem Lachen. Die Auswahl der Felder habe man aber nicht allein getroffen, sondern sich Inputs aus der Bevölkerung geholt: «Wir haben im Frühjahr die St.Gallerinnen und St.Galler über die Medien und unsere Social-Media-Kanäle gefragt, was unbedingt im Spiel vorkommen soll. Es hat sich herausgestellt, dass nicht für jeden die gleichen Strassen, Orte, Sehenswürdigkeiten oder Firmen gleich wichtig sind. Das hat den ganzen Prozess sehr spannend gemacht.»

Radio- und Zeitungsmeldungen

Auch wenn die Auswahl der Felder noch nicht bekannt ist, seien sie vor allem wegen der Bebilderung klar das Schönste am Spiel. «Im Unterschied zum Standard-Monopoly wurden ausserdem die Texte der Chance- und Kanzleikarten kurzerhand in Radio- und Zeitungsmeldungen umbenannt. Und es gibt Aufgaben, die so richtig zu St.Galler Klischees passen. So kann es vorkommen, dass man beim Bratwurstessen mit Senf erwischt worden ist und deshalb eine Busse zahlen muss», sagt Tschumper.

Vom Spielprinzip her unterscheide sich «Sanggallä» jedoch nicht vom Original und schaue auch noch immer so aus. Denn schlussendlich habe immer noch der US-amerikanische Lizenzgeber Hasbro das letzte Wort, der das Kultspiel bereits vor über 80 Jahren entwickelt hat und jede Version vor der Produktion absegnet.

Grosse Nachfrage erwartet

Von der ersten Idee bis zum fertigen Spiel im Laden habe es fast ein Jahr gedauert. Umso mehr freue man sich nun auf die Veröffentlichung. Und man ist erfolgssicher: «Egal in welcher Region oder Stadt wir bisher ein individualisiertes Monopoly auf den Markt bringen durften, war die Nachfrage riesig. Es gab sogar Regionen, da waren die Spiele bereits drei Stunden nach Verkaufsstart ausverkauft. Wir gehen stark davon aus, dass auch die St.Gallerinnen und St.Galler grosse Freude am eigenen Monopoly haben werden», ist sich der Geschäftsführer sicher.

Von Ladina Maissen