Maja tratscht
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10.01.2020 06:00

Einen Oscar für Sarah Spale bitte!

Wow! Wooow! Ich befinde mich gerade auf einer wilden Achterbahnfahrt der Gefühle. Einerseits kann ich kaum aufhören, Rotz und Wasser zu heulen. Anderseits bin ich einfach nur unfassbar begeistert und geflasht. Aber von Anfang an: Ich habe vor ein paar Tagen den Film «Platzspitzbaby» gesehen. Darin spielt Sarah Spale (kl. Bild l.) eine Junkiemutter in den 90ern, als auf dem Zürcher Platzspitz eine der grössten offenen Drogenszenen Europas gelebt wurde. Spale verkörpert also die schwerst heroinabhängige Sandrine. Bei Sandrine lebt Mia, ihre Tochter, die von der 12-jährigen Luna Mwezi (kl. Bild r.) aus Küsnacht ZH gespielt wird.

Mal abgesehen davon, dass ich beide für absolute Ausnahmetalente halte, harmoniert das Duo perfekt vor der Kamera. Ich nehme den beiden ihren ganzen Schmerz, ihre Verzweiflung und auch ihre Liebe füreinander jede einzelne Sekunde ab. Der Film, der an das Leben und das Buch vom echten Platzspitzbaby Michelle Halbheer angelehnt ist, ist aber nicht nur tragisch. Der Film zeugt durchgehend auch von immer wieder aufkeimender Hoffnung, von temporärer kindlicher Freiheit und dem unerbittlichen Mut, den so junge Menschen aufbringen können, wenn sie auf sich selbst gestellt sind.

Bis zur Schlussszene halte ich durch, ohne zu weinen. Dann aber nimmts mich. Und lässt mich ewig lange nicht los. Mir kullern auf dem Heimweg noch die Tränen über die Wangen. Bis mir einfällt, dass das neue Jahr super anfängt. Gestern ist die zweite Staffel der SRF-Serie «Wilder» angelaufen. Noch mehr Sarah Spale auf dem Bildschirm. In der Serie spielt die 39-Jährige die Kommissarin Rosa Wilder. Ich hab eingeschaltet. Und bin auch da ab Szene 1 begeistert. Von mir aus kann das neue Jahr genauso super weitergehen. Und zur Krönung des 2020 soll Sarah mit einem Oscar ausgezeichnet werden. Be ready, Hollywood!

Text: Maja Zivadinovic, Bilder: MZ/Ascot Elite

«Platzspitzbaby» kommt ab dem 16.1. ins Kino.